1 Jahr ohne – Monat 3

Wie schnell doch die Zeit vergeht: ein Quartal ist nun schon vergangen, in der ich mich meiner Herausforderung stelle. Das Gefühl des Verzichts hat diesen Monat schon stark dominiert. Es ist ja eine Sache, wenn man nicht die Möglichkeiten besitzt etwas zu kaufen. Hat man diese jedoch, ist die Versuchung schon sehr groß. Zumindest war es die letzten Wochen bei mir so.

Vielleicht arbeiten die Marketing-Abteilungen so kurz vor Weihnachten auch einfach nur besonders effizient und wirksam. Ich hatte viele Wünsche: von Vitamix (ich habe einen Mixer), Sojamilchbereiter (ich trinke nur 1 Liter pro Woche) und Dörrgerät (wer, der so etwas besitzt, benutzt es regelmäßig?) bis hin zum Reiskocher (ich habe einen Topf und einen Herd). Und das war nur die Abteilung „Küchengeräte“…

Gedanklich konnte ich diese Themen aber glücklicherweise abschließen. Stattdessen habe ich mich aufgrund der sinkenden Temperaturen mit meiner Winterkleidung beschäftigt. Ist alles da und intakt? Fehlt etwas? Als sehr kälteempfindlicher Mensch werde ich unruhig, wenn ich mir nicht sicher bin, dass Mütze, Schal und Handschuhe bereit liegen.

Ich konnte aber nach eingehender Prüfung fest stellen, dass ich meine Garderobe dank des tollen Blogs „Into Mind“ wirklich gut sortiert und aufgebaut habe. Im Sommer hatte ich mir Zeit genommen und mich durch einige von Anuschkas Arbeitsblätter gearbeitet und meine Schlüssel-Farben und -Schnitte entdeckt.

Auf der Basis habe ich meinen Kleiderschrank sortiert und auch viel aussortiert. Das Ergebnis: ich war den ganzen Sommer und Herbst absolut zufrieden mit der Auswahl und Kombinierbarkeit meiner Kleidungsstücke. Und ich habe nur mit dem gearbeitet, was ich schon hatte!

Aber auch für den Winter sieht es gut aus in meiner Alltags-Garderobe: meine 3 Jeans in blau bzw. schwarz kommen wie gewohnt zum Einsatz. Meine schlichten Tops ohne Träger können an besonders kalten Tagen als Unterhemden eingesetzt werden. Meine 6 T-Shirts, 3 Blusen oder 3 Langarm-Tops werden entweder mit 3 Blazern, zwei Strickjacken, einer Wollweste, 2 Sweatjacken oder 3 Pullovern kombiniert.

Da alle Kleidungsstücke im gleichen Stil geschnitten sind, kann ich sie ohne großes Nachdenken untereinander kombinieren. Farblich habe ich mich an Blautöne, weiß und schwarz gehalten. So kommt es auch farblich nicht zu Ausreißern. Zum Ausgehen oder für einen Farbtupfer im Alltag gibt es die separate Abteilung „Statement Pieces“, zu der auch dieses Oberteil gehört.
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Schuhe und Jacken, wie auch Schal, Stulpen, Handschuhe und Mütze sind ebenfalls einsatzfähig. Die Leder-, Woll– und Daunenprodukte machen meinem Gewissen allerdings zu schaffen. Seitdem ich mich mit der Herstellung dieser „Rohstoffe“ beschäftigt habe, bin ich in einem innerlichen Konflikt. Ich kam jedoch zu Schluss, dass es noch viel respektloser ist, die Dinge deshalb jetzt zu verbannen. Ich habe sie gekauft und trage sie jetzt noch eine Weile. Auf die Anschaffung neuer tierleidfreier Stücke freue ich mich aber bereits jetzt schon! 🙂

Was ist euer wichtigstes Kleidungsstück für den Winter? Für mich ist es eine dicke, lange Jacke.

Viele Grüße,

Ingrid

 

  • Ich weiß, nicht so einfach mit dem Verzicht, aber ich finde finde, Du bist super dabei! Alte Sachen, die nicht tierleidfrei sind, schmeiße ich auch nicht weg, das wäre wirklich Blödsinn, ich kaufe so etwas nicht wieder, basta aus. Was ich gar nicht mit meinem gewissen vereinbaren kann, ein Geschenk meiner Mutter (Leder-Fell-Weste) und sie wusste, dass ich so etwas nicht trage, werde ich verkaufen, den Erlös kann ich für die rumänischen Hunde spenden. Ich werde im Frühjahr einen Scheunen-Flohmarkt veranstalten, da will ich dann alles spenden, was ich einnehme.
    Einen schönen Adventsabend, Ingrid,
    liebe Grüße Marlies

    • Hallo Marlies,
      das ist aber eine schöne Idee mit dem Scheunen Flohmarkt und der Spende. So etwas werde ich wohl über kurz oder lang auch machen.
      Liebe Grüße, Ingrid

  • Into Mind ist wirklich ein genialer Blog, ich freue mich über jeden neuen Post und werde sehr häufig zum Nachdenken angeregt. Ich weiß mittlerweile auch genau wo meine Reise modisch hingehen wird, ganz bin ich noch nicht am Ziel angekommen, aber es wird.

    • Hallo Julchen, mir geht es genauso. Schon allein das Layout und Design des Blogs gefällt mir! Viele Grüße, Ingrid