1 Jahr ohne – Monat 4

1-Jahr-ohne_Monat-4

4 Monate sind schon vergangen, seit ich im September meine Herausforderung begonnen habe: 1 Jahr lang keine Anschaffungen, um einem Trend zu folgen, mich abzulenken oder zu belohnen. Beschädigtes soll repariert werden (hier meine Regeln). So war der Plan.Ich habe zum Jahreswechsel noch einmal rekapituliert, wie die letzten Monate hinsichtlich meiner Herausforderung gelaufen sind. Wie ich schon einmal festgestellt habe, fiel mir der Verzicht auf Gelegenheitskäufe leicht. Schwerer habe ich mich damit getan, wenn Dinge verloren gingen oder beschädigt wurden. Unter diesem Stern stand dann auch mein 4. Monat.

Zuvor war mir der Verlust von Gegenständen nicht so aufgefallen. Ohne große Gedanken wurde Ersatz geschaffen. Jetzt schüttle ich darüber den Kopf. Seitdem ich mich auf meinen derzeitigen Hausstand beschränkt habe, umso wertvoller und wichtiger sind mir mein Hab und Gut.

Ausgerechnet zwei Mal habe ich mich diesen Monat damit auseinandersetzen müssen. Offenbar zu viel im Kopf und Kalender! Gleich zu Beginn des Monat zerbrach meine geliebte große Müslischale. Ich habe sie schon so lange – und auch nur diese eine in der Größe. Die Schale, die nach dem Abwasch immer gleich als Erstes verwendet wurde. Kann das jemand nachvollziehen? Die Scherben habe ich noch eine Weile aufgehoben, aber an ein Kleben war nicht zu denken. Schade!

Und dann kam auch bald das nächste Opfer meiner Hektik! Auf der Dienstreise blieb einer Blazer im Hotelkleiderschrank zurück. Mir wurde zwar versichert, dass man ihn mir zuschicken würde, aber bis heute ist noch nichts eingetroffen. Der Winter beginnt und nur 2 Blazer fürs Büro?!?

Nach Beratungen mit meinem Schiedsrichter wurde die Neuanschaffung eines Blazers als Regel-konform bewertet und genehmigt. Und so habe ich doch tatsächlich etwas gekauft: 1 Blazer und 1 warmes Jäckchen. Beides vegan, d.h. ohne Woll- oder Lederanteil. Diese Maßgabe hatte ich und grenzte dann die Auswahl auch stark ein. Aber das machte es auch einfach und so bin ich jetzt im Besitz von diesen 2 Stücken aus Baumwollgemisch.

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Und meine Müslischale? Der Weihnachtsmann hatte mich bedacht. Von einer ortsansässigen Töpfermeisterin gab es die schönste Müslischale, die man sich nur vorstellen kann. Genau in der richtigen Größe und schön verziert. Ich merke immer wieder, dass ich Keramik viel lieber mag als Porzellan. Nicht immer perfekt glatt, aber dafür von Hand gefertigt. Das Beste ist jedoch, dass sich der Ton erwärmt, wenn man etwas Heißes hinein füllt. So wärmt ein Tee oder eine Suppe nicht nur von innen sondern auch die Hände.

Was sind eure liebsten Alltagsgegenstände?

10 Kommentare

  1. Ach Ingrid, ich fühle mit Dir, aber ich finde,Du hast das bis jetzt richtig gut gemeistert. Die Müslischale gefällt mir sehr gut und ich mag das Material auch lieber als Porzellan, das ja eigentlich nicht vegan ist , ich weiß gar nicht genau, früher jedenfalls nicht, da gehörten doch Knochen rein. Ich habe bis jetzt auch tapfer ausgehalten und es geht komischerweise recht gut. Ich lasse jetzt ein paar Tage verstreichen, überdenke die Sache noch einmal und dann hat es sich meist erledigt. Was ich mir nicht verkneife, ab morgen kaufe ich Tulpen. Die bestelle ich mir vom HH Großmarkt jetzt jede Woche und bringe so den Frühling ins Haus. Liebe Grüße Marlies

    • Tulpen, wie wunderbar! Du bist ja dieses Jahr wirklich schon früh in Frühlingsstimmung! 😊
      Die heutige Porzellan-Herstellung muss ich auch noch mal recherchieren. Aber ich glaube, ich bleibe wirklich bei Ton. Es fühlt sich so gut an… Und das „unperfekte“ macht es in meinen Augen so schön.
      Liebe Grüße, Ingrid

  2. Gefällt mir, was Du machst. Dahinter steckt ja auch etwas – nicht ganz – der Gedanke des Minimalismus. Wenn ich mich recht entsinne, war dies ja vor einigen Jahren ein relativ großer Trend. Ich glaube aber, dass er jetzt verblasst ist. Oder velleicht doch nicht, wenn man das Sharing denkt. Eigentlich ein komplexes Thema. Daher jetzt lieber kurz zu meinen „liebsten Alltagsgegenständen“: Ipad und ein gebundenes DIN A4 Notizheft mit linierten Seiten und Blattstift. So habe ich immer etwas von der „alten“ und der „neuen“ Welt zur Hand.
    Beste Grüße Wolfgang

    • Hallo Wolfgang,
      ich bin jetzt schon ein paar Mal auf das Thema gestoßen. Der Minimalismus scheint in meiner Altersgruppe in Bezug auf Mode populär zu werden. Der „Capsule Warderobe“, also einer Garderobe, die sich auf eine bestimmte Anzahl von Kleidungsstücken für einen bestimmten Zeitraum beschränkt, werden einige Videos und Blog-Beiträge gewidmet. Ein guter Trend, finde ich.
      Ein Notizheft ist wirklich ein schöner Gegenstand, so persönlich und kostbar, wenn man es regelmäßig verwendet. 😊
      Liebe Grüße, Ingrid

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